Bewegungs-Argument

15 Dec 2015 - 20:48 | Version 16 |

Prototypische Formulierung

Kinder sollten sich mehr bewegen, statt starr vor dem Computer zu sitzen. Weniger Bewegung verringert das Wohlbefinden und führt zu Uebergewicht.

Beispiele

Einen erschreckend großen Teil ihrer Lebenszeit werden Kinder und Jugendliche mit digitalem Müll zugeschüttet. In einer Art von Erfahrungs-Autismus verlernen sie vor allem eines: das Tun. Ihre Erlebniswelt schrumpft auf die Größe eines Flachbildschirms oder eines Handydisplays zusammen.

Wer Tag für Tag etliche Stunden vor dem Bildschirm sitzt, muss ja die Zeit anderswo wettmachen. Gespart wird vor allem an Schlaf und Bewegung. Körper und Geist brauchen aber für eine gesunde Entwicklung genau das: Schlaf und Bewegung. Die Bewegung hat dabei sauschlechte Karten: Sie ist kein Konsumgut. Da muss man schon etwas tun dafür. Und das ist um einiges unbequemer als drin bei den Steckdosen.

Die sitzende und liegende Lebensweise der heutigen Jugendlichen bleibt nicht ohne Folgen: 90 Prozent gehören zu den Couch-Potatoes: Sie kommen nicht annähernd auf den täglichen Bewegungsumsatz, den sie eigentlich nötig hätten. Oder anders gesagt: Dürftige zehn Prozent bewegen sich ausreichend. In Zahlen: 10 %! Der ungesunde Fastfood setzt dann noch so richtig einen drauf.

Quelle: Andreas Müller: Die Schule schwänzt das Lernen (2013, Biblionetz:b05085)

Verwandte Argumente

Gegenargumente

  • Standard-Antwort: Es geht nicht um ein entweder-oder, sondern um ein sowohl-als-auch
  • alert Machen Sie den Bücher-Check!
  • alert Vorsicht vor monokausaler Verallgemeinerung
  • Die Kinder und Jugendlichen übernehmen das Verhalten ihrer Eltern. Ob ein Kind ein Bewegungsmuffel wird, hängt stark von der Vorbildfunktion der Eltern ab und nicht vom Computer selbst. ( Quelle: www.zeit.de)
  • Die Lust an Bewegung kann mit zunehmender ICT-Kompetenz sogar gefördert werden. Denn der momentane Trend zu Social-Media-Plattformen (wie zum Beispiel Facebook) drängt die Jugendlichen dazu ihr Profil auf dem neusten Stand zu halten und mit Bildern zu dokumentieren. Dazu geht man mit Freunden raus und unternimmt etwas.
    • Klingt gut. Gibt es dafür aber auch Belege? -- BeatDoebeli - 05 Feb 2013
  • Sportliche Kinder und Jugendliche welche in Vereinen und Mannschaften tätig sind erhalten zusätzliche Möglichkeiten ihre Leistungen auszuwerten und zu analysieren. Dies steigert die Bewegungsmotivation.
    • Klingt gut. Gibt es dafür aber auch Belege? -- BeatDoebeli - 05 Feb 2013

Quellen

Diskussion

 

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  • Beat Döbeli Honegger
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