Jugendschutz-Argument

15 Dec 2015 - 21:29 | Version 9 |

Prototypische Formulierung

Wenn die Schülerinnen und Schüler persönliche Computer haben, werden sie Pornographie und Gewaltdarstellungen konsumieren.

Beispiele

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Verwandte Argumente

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Gegenargumente

  • Auch heute wird der Internetzugang in den meisten Haushalten nicht gefiltert und in Bildungsinstitutionen fast immer gefiltert, ein 1:1 Projekt führt hier deshalb zu keiner neuen Problematik. -- ChristophD
    • Das stimmt aus Sicht des Schülers vielleicht. Für die Schule ist es aber eine Frage der Verantwortung. Konsumieren Lernende anderswo Pornografie, ist es juristisch nicht das Problem der Schule. Sind es aber Geräte der Schule oder hat die Schule gesagt, die Lernenden müssten Geräte besitzen, kann ein Kausalzusammenhang mit der Schule konstruiert werden. -- BeatDoebeli - 20 Sep 2011

Gegenargument:

Gemäss der KIM-Studie von 2012 nutzen Kinder im Alter zwischen 8-11 Jahren das Internet „zumindest selten“ zwischen 71% -87%. Diese Nutzung geschieht ausserhalb der Schule und die Gefahr, dass Kinder auf problematische Inhalte im Netz stossen ist somit bereits vorhanden. Die Kinder müssen in der heutigen Medienwelt lernen wie damit umzugehen ist (Poerschke &Kohring, 2010). Die Autoren Poerschke und Kohring (2010) sagen aus, dass die Thematisierung von Medienkonsum eine wichtige Grundlage für ein eigenverantwortliches Handeln im Internet der Kinder darstellt. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Kinder Internetseiten mit problematischem Inhalt konsumieren. Durch die Sensibilisierung und die aktive Nutzung im Unterricht wird gelernt, die Inhalte angemessen zu interpretieren.

Quellen:
  • KIM-Studie (2012). KIM-Studie 2012, Kinder + Medien, Computer + Internet. Zugriff am 10.10.2013. Verfügbar unter http://www.mpfs.de/index.php?id=548
  • Poerschke, D. & Kohring, T. (2010). Noch ein Spiel oder schon eine ernste Sache?. Praxis Schule 5-10, 2012 (2), 26-30

-- NicoleHartmann & ChristineGuntern -10.10.2013

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  • Beat Döbeli Honegger
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