Wald-Argument

31 Oct 2016 - 14:02 | Version 19 |

Prototypische Formulierung

Kinder benötigen Naturerlebnisse. Sie sollten eher in den Wald, statt vor dem Computer zu sitzen.

Beispiele

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Leserbrief in der NZZ am Sonntag, 28.10.2012

Verwandte Argumente

  • Realitäts-Argument: Die Kinder brauchen reale Erfahrungen, virtuelle würden sie überfordern.
  • Natur-Defizit-Syndrom: Richard Louv nennt dieses Phänomen in seinem Buch "Child in the Woods" "Natur-Defizit-Syndrom". Kinder die praktisch ohne jeden Kontakt oder Interaktion mit der Natur aufwachsen. Er zitiert einen Viertklässler mit den Worten: "Ich spiele lieber drinnen, weil da die Steckdosen sind."

Gegenargumente

  • Standard-Antwort: Es geht nicht um ein entweder-oder, sondern um ein sowohl-als-auch
  • Mit diesem Argument wird der Kindergarten / die Primarschule romantisiert dargestellt. Auch in den letzten 50 Jahren waren die Kindergärtner und Primarschüler nicht dauernd im Wald. "Wenn es wirklich so gewesen wäre, dass alle früher Baumhütten gebaut hätten, dann wäre der Wald voll Baumhütten" (Quelle: Stefan Aufenanger oder Dieter Baacke).
  • Es gibt Aspekte des Waldes, die man als Kind und vor allem als Schulklasse nicht im Wald erfahren wird: So wird ein Kind oder eine Schulklasse vermutlich sehr selten einen Fuchs oder ein Reh im Wald antreffen.

Quellen

  • Richard Louv, Last Child in the Wood: Saving Our Children from Nature-Deficit-Disorder, Chapel Hill, NC: Algonquin Books of Chapel Hill 2005. S. 10 (Biblionetz:b05042)

-- BeatDoebeli - 20 Sep 2011 -- MarcPilloud - 5 Okt 2011

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