Und wenn's weg ist-Argument

18 Dec 2015 - 20:16 | Version 13 |

Prototypische Formulierung

Die Kinder werden von diesen Geräten abhängig und sind dann ohne sie hilflos.

Beispiele

http://www.teltarif.de/handy-verzicht-schueler-experiment/news/50684.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/interview--manche-denken--dann-geht-die-welt-unter-,10809148,11043270.html <-- Helga Land-Kistenich

http://www.ffh.de/on-air/die-ffh-morningshow/themen/toController/Topic/toAction/show/toId/18270/toTopic/schulklasse-ohne-handys.html http://www.pnp.de/627880

Verwandte Argumente

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Gegenargumente

  • Technische Geräte (Laptops, Smartphones, ua.) sind in unserer Gesellschaft essentiel und allgegenwärtig.
  • Die Geräte selbst führen zu keiner Abhängigkeit. Eine falsche Handhabung und übermassliche Nutzung schon. (Prof. Dr. Stefan Aufenanger)
  • Schülerinnen die an einem freiwilligen Experiment teilgenommen haben, waren nicht hilflos. Sie passten sich allmählich der neuen Situation an.

Technische Geräte sind seit Jahrzehnten allgegenwärtig. Da wir stets neuere und besserer Geräte für unsere steigenden Anforderungen entwickeln und anschliessend herstellen, so ist es nicht verwunderlich, dass die Jugend von heute auch kein Leben ohne Handy kennt. Wie denn auch. Seitdem die Kinder zur Welt gekommen sind, gibt es bereits die ersten Handy's der dritten Generation, die ersten Touchscreens Computer und Tablets, und diese Geräte sind oft in unser familiäres Leben stark integriert. Ein Wegdenken ist kaum möglich.

Suchtgefahr: Der deutsche Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger meint; Kinder lernten im Internet "systemisches" Denken, und eine Sucht ergäbe sich nicht daraus (auch wenn es manchmal so aussähe). Crashkurs, Kinder und Internet

Experiment Handyverzicht 1

35 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse des Martino Katharineum Gymnasium haben einen Selbsttest unter professioneller Beobachtung durchgeführt und eine Woche ihre Handys und Smartphone nicht angerührt. Die Schülerinnen und Schüler taten dies, um zu testen ob das Smartphone wirklich süchtig machen kann und ob sie in ihrem Alltag Probleme haben werden, wenn sie zur Hilfe nicht auf ihr Smartphone zurückgreifen konnten. Das Ergebnis war eindeutig und für Experten nicht überraschend. Keiner der Jugendlichen schaffte es nicht eine Woche auf sein Smartphone zu verzichten.

Viele der Gymnasiasten räumten jedoch ein, dass die ersten Tage hart waren, jedoch konnten sie sich nach ersten Anfangsschwierigkeiten schnell wieder daran gewöhnen und ihren Alltag auch ohne Smartphone ohne Probleme meistern.

Psychiater Prof. Christoph Möller, der dieses Projekt verfolgt und beobachtet hat, sagt dazu, dass der Umgang mit einem Smartphone kein Problem sei, solang die Jugendlichen sozial aktiv sind. Beginnen Jugendliche jedoch das reale Leben zu meiden und verkriechen sich immer mehr hinter ihren Smartphones oder Computern, sind dies erste Anzeichen für Depressionen oder Angststörungen. Das Thema Smartphonesucht existiert in diesem Sinne gar nicht, sondern sei lediglich ein Symptom für eine psychische Grunderkrankung und das Smartphone sei der Zufluchtsort für diese betroffenen Personen.

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Experiment Handyverzicht 2

Eine Schulklasse bestehend aus 26 Mädchen der 8b an der klösterlichen Realschule in Neustift (Gemeinde Ortenburg) verzichten vier Wochen auf ihre Handys. Die Schülerinnen haben freiwillig am Experiment teilgenommen und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es haben alle Schüler das Experiment überlebt und niemand berichtete davon hilflos verloren zu sein. Interessanterweise ist eine Fixierung auf das Mobiltelefon zu Beginn noch stärker im Blog zu lesen: Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei lediglich um eine Neuorientierung der Gewohnheit handelt.

Das Tagebuch und die einzelnen interessante Einträge sind auf den folgendenden Links zu finden.

Das Tagebuch lesen Sie unter http://www.pnp.de/627880.

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