Einführungsaufwand-Argument

27 Dec 2015 - 16:03 | Version 5 |

Prototypische Formulierung

Der Aufwand zur Einführung dieser digitalen Werkzeuge ist grösser als der Lerngewinn.

Beispiele

Ich war als Elternvertreter dabei, als bei uns an den Gymnasien grafische Taschenrechner eingeführt wurden. Das führte dazu, dass viele Stunden Mathematikunterricht allein für das Erlernen der Bedienung verplant wurden, und für das Unterrichtsfach selbst verloren waren. ( Quelle: heise Forum)

Verwandte Argumente

Gegenargumente

  • Klar braucht jedes Medium einen Einarbeitungsaufwand. Aber es fragt sich, ob digitale Medien allgemein vergleichbar sind mit graphischen Taschenrechnern. Graphische Taschenrechner sind eine Spezialanwendung, die man sonst im Leben nicht oft braucht. Recherchieren im Internet, sauberes Erstellen von Texten, Tabellen und Präsentationen sind jedoch z.B. breitere Tätigkeiten, die man sowohl innerhalb als auch auch ausserhalb der Schule nutzen kann.
  • Man muss somit vergleichen, wie viel Einarbeitungsaufwand erforderlich ist und wie viel durch die Einarbeitung gewonnen wird. So kommt ja auch niemand auf die Idee, das Erlernen von Lesen und Schreiben in der Schule abzulehnen, nur weil man dafür mindestens ein ganzes Schuljahr benötigt. Die Erfahrung zeigt, dass sich dieser Einarbeitungsaufwand lohnt.
  • In unseren BYOD-Projekten mit 5. und 6. Klassen (Primarschule Schweiz) haben die Lehrpersonen nach einem Jahr das Fazit gezogen, dass sich der anfängliche Einführungsaufwand gelohnt habe, weil die Schülerinnen und Schüler danach selbständiger und flexibler mit digitalen Medien lernen und arbeiten konnten. Wenn die Lehrpersonen freiwillig so weiter arbeiten wollen, so ist das für mich ein Indiz dafür, dass es etwas bringt. Sonst würden die Lehrpersonen den Mehraufwand der Einführung nicht auf sich nehmen wollen

Diskussion

 

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