Pornografie-Argument

15 Dec 2015 - 21:34 | Version 8 |

Prototypische Formulierung

Wenn Schülerinnen und Schüler persönliche Computer haben, werden sie pornographisches Material sehen wollen / ungewollt sehen.

Beispiele

Die grösste Elternangst im Web ist (und bleibt) wahrscheinlich die Pornografie. Es ist möglich, dass Kinder im Internet über Inhalte stolpern, die ihr Weltbild durch Sex, Gewalt oder Abscheulichkeiten erschüttern. Schädlich wird es dann, wenn Kinder ein echtes Interesse an solchen Angeboten entwickeln, bevor es über ein Wertegerüst und Hintergrundwissen verfügt, das dort Geschehene einzuordnen. Kinder sollen also eine gewisse Medienkompetenz erwerben.

Verwandte Argumente

Gegenargumente

Um eine Medienkompetenz aufbauen zu können, müssen Kinder auch die Möglichkeit haben mit dem Computer arbeiten zu können oder auch im Web zu surfen. Dabei müssen einige Regeln eingehalten werden! 1. Lass links liegen, was dich nicht angeht. 2. Lass dich nicht anquatschen. 3. Nimm nicht von Fremden an.

Das "Stolpern" über Inhalte, welche nicht für Kinder gedacht wären, ist nicht zwingend alarmierend. Bei einer Suchmaschine werden beim Stichwort "Bambi" beispielsweise auch nackte Schönheiten angezeigt. Kinder regen sich oft darüber auf, es stösst sie ab und sie ärgern sich, da sie nach etwas Anderem gesucht haben. Bei Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Altavista kann man Filter einsetzten. Völliger Schutz ist jedoch nicht möglich in einer freien Bewegung im Web. Deshalb ist es nötig den Kindern die nötige Kompetenz mitzugeben. Auch ist es beruhigend, dass Kinder bedürfnisorientiert surfen. Sie wissen, was sie suchen. Ihr Kopf und ihr Bauch sind der beste Filter.

Kinder beschränken sich beim Surfen in der Regel am Anfang auf einige wenige Seiten, die sie gerade brauchen und immer wieder besuchen. Das Web ist nämlich erst dann ergiebig, wenn man weiss, was man sucht und wo man es finden kann. Somit kann man mit dem Kind einige lohnenswerte Adressen erfassen, die die Erwartungen der Kinder abdecken. Das können eine Spielseite, eine Stöberseite und eine (geschützte) Mailseite sein. Also Webseiten, die inhaltlich mit den Interessen der Kinder zu tun haben. Diese Variante funktioniert grundsätzlich recht lange. Somit kann man Kinder beim Surfen begleiten.

Zeitungsartikel:

Wichtigkeit und Relevanz von Prävention

http://www.jugendundmedien.ch/de/chancen-und-gefahren/gefahren-im-ueberblick/pornografie.html

Umgang zum Thema; Kontroverse und Schwierigkeit

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/pornografie-in-der-schule-herr-mueller-wie-nennst-du-deine-frau-beim-se-he-x-a-678468.html

Beispiel zu Präventionsarbeit

http://www.zol.ch/bezirk-pfaeffikon/hittnau/Kinder-im-Internet--Schule-Hittnau-betreibt-Praevention/story/24517972

Quellen

Patalong, F. (2005). Crashkurs <-- Kind und Internet. In T. Feibel (Hrsg.) Medien-fit in 90 Minuten (S. 46-59). Stuttgart: Ernst Klett Verlag GmbH.

Mathias Grätzer & Kim Kloiber, Okt. 2013

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