"Entmündigte-Lehrpersonen"-Argument

11 Nov 2016 - 10:34 | Version 1 |

Prototypische Formulierung

Computer in der Schule entmündigen Lehrerinnen und Lehrer, weil der Computer und nicht mehr die Lehrperson didaktische Entscheidungen trifft.

Beispiele

Unterrichtsmedien sind demnach keine neutralen Mittel, sondern eigendynamische Autoritäten, die unterschwellig Einfluss nehmen auf Inhalte, Prozesse und Ziele von Unterricht. Dies gilt grundsätzlich, aber insbesondere wenn den Lehrpersonen ein verantwortlicher Einsatz schon allein deshalb nicht mehr möglich ist, weil sie keine Einsicht in die verborgenen Algorithmen der Produkte nehmen können. (Vgl. Vertrauen in ein Navi im Auto) Streng genommen enteignet Lernsoftware die pädagogische und fachliche Autorität der Lehrenden und entmündigt die Lernenden in ihren Lernprozessen.

Matthias Burchardt (2016), Biblionetz:t19213

Verwandte Argumente

Gegenargumente

  • Standard-Antwort: Machen Sie den Bücher-Check!: Dieses Argument gilt streng genommen auch für Schulbücher, denn auch bei Schulbüchern werden gewisse didaktische Vorgaben bezüglich Inhalt und Methode gemacht.
  • Standard-Antwort: Sowohl-Als-Auch statt Entweder-Oder: Die Lehrperson soll ja nicht die Kontrolle über den Unterricht komplett abgeben. Gewisse Routinen-Entscheide lassen sich aber durchaus effizienter durch einen Algorithmus erledigen.
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Quellen

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Diskussion

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  • Beat Döbeli Honegger
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