"Wir lernen immer"-Argument

31 Oct 2016 - 14:24 | Version 6 |

Prototypische Formulierung

Wir lernen immer, auch die Beschäftigung mit digitalen Medien hinterlässt somit Spuren in unserem Gehirn.

Beispiele

Zu den wichtigsten Erkenntnissen im Bereich der Neurobiologie gehört, dass sich das Gehirn durch seinen Gebrauch permanent ändert. Wahrnehmen, Denken, Erleben, Fühlen und Handeln – all dies hinterlässt so genannte Gedächtnisspuren. Waren diese bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch hypothetische Gebilde, so kann man sie heute sichtbar machen. Die Synapsen – jene plastischen, sich verändernden Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, über welche die elektrischen Signale laufen, mit denen das Gehirn arbeitet – können heute fotografiert und sogar gefilmt werden. Man kann zusehen, wie sie sich bei Lernprozessen verändern. Auch die Größe und die Aktivität ganzer Bereiche des Gehirns lassen sich mittels bildgebender Verfahren sichtbar machen, und so lassen sich die neuronalen Auswirkungen von Lernprozessen im großen Stil nachweisen.

Wenn nun aber das Gehirn immer lernt (es kann eines nicht: nicht lernen!), dann hinterlässt auch die mit digitalen Medien verbrachte Zeit ihre Spuren.

Quelle: Manfred Spitzer, Digitale Demenz (2012) S. 14-15

Verwandte Argumente

...

Gegenargumente

  • Diese Aussage ist für sich genommen banal. Solange danach nicht ausgeführt wird, was denn mit dem Computer Schlechtes gelernt wird, ist diese Aussage eher eine Nebelpetarde, die Angst einflössen soll.

Quellen

* Biblionetz:b04942 Manred Spitzer: Digitale Demenz

Diskussion

Could not read templates from 'comments'

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li