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Prototypische Formulierung

Computer machen Lehrerinnen und Lehrer überflüssig.

Konkrete Beispiele

...

Replik

Wie bei allen Digitalen-Strohmann-Argumenten gilt auch bei diesem: Das würde in dieser Form auch niemand vernünftigerweise behaupten. Im Gegenteil:

Die didaktischen und methodischen Fähigkeiten bleiben mit dem Einsatz des Computers weiterhin wichtig für einen erfolgreichen Unterricht. Lehrpersonen sind weder durch die neuen Medien ersetzbar noch verlieren sie an Bedeutung.
Von Beat Döbeli Honegger, Stanley Schwab, Beat Häfeli, Sibylle Klay, Dieter Fischlin in der Broschüre Stufenübergreifendes ICT-Entwicklungskonzept für die Schulen des Kantons Solothurn (2007) (Biblionetz:b3200) im Text Mediendidaktische Überlegungen zum Einsatz von ICT auf Seite 33

Ein wichtiger Punkt, der beim Thema «Lernen mit digitalen Medien» oft vergessen geht: Computer und Internet sind weiterhin kein Ersatz für die Lehrerinnen und Lehrer. Die soziale Interaktion, das direkte Feedback bleibt weiterhin für den Lernerfolg von grosser Bedeutung. Diese Erfahrung machen derzeit einmal mehr die Hochschulen, an denen in den letzten Jahren MOOCs (Massive Open Online Courses) einen richtigen Hype ausgelöst haben, der nun rasch einer (vorhersehbaren) Ernüchterung weicht. Zu Hause, für sich allein zu lernen, erfordert eine sehr hohe Disziplin und Motivation, welche nur die wenigsten von uns aufbringen.
Von Werner Hartmann im Artikel Digitale Medien und Schule (2014, Biblionetz:t16034)

Weitere Zitate zur Aussage ICT spart keine Lehrkräfte ein unter Biblionetz:a283.

Verwandte Argumente

Hinter diesem Strohmann-Argument verstecken sich teilweise folgende Argumente:

Diskussion

 

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